Marathon
Von mizi am Mai 14, 2012 | In Und sonst so?! | Sende Feedback »
Wochenlanges Training hat nichts genützt, der Marathon hat seine Spuren hinterlassen:
-heisere Stimme vom Kreischen
- aufgeplatze Hände vom Klatschen
- fast nen Bänderriss beim Straße überqueren geholt
Man sagt ja, nicht übertreiben.
Leitsätze
Von mizi am Mai 2, 2012 | In Unkategorisiert | Sende Feedback »
Habe jetzt zwei Leitsätze, nach denen ich nun mein gesamtes Leben ausrichten werde:
1. Jede Entscheidung hat positive und negative Konsequenzen.
2. Man muss Entscheidungen treffen.
Schreiben Sie eine Kurzgeschichte die folgende Worte beinhaltet:
Von mizi am Apr 24, 2012 | In Und sonst so?! | Sende Feedback »
Kuchen, Frustrationsgrenze, hungrig
Wartezimmer, Bär, beschweren
Daniela hatte es geahnt. Das Wartezimmer war bis auf den letzten Platz vollbesetzt. Also musste sie stehen. Und das hieß, sie musste weiterhin Karl auf dem Arm tragen, weil der Junge ja noch nicht sitzen konnte. Noch drei Monate würde es dauern, bis das Baby endlich von alleine sitzt. Ihr taten jetzt schon die Arme weh. Drei Monate würde sie dies nicht aushalten. Es machte auch kein im Zimmer Anstalten aufzustehen und ihr einen Platz anzubieten. Kein Wunder, die anderen hatten auch Babys und Kinder auf dem Schoß und sicherlich keine Lust ihre Anhängsel zu tragen.
„Es war ein Fehler“ dachte sich Daniela.
Oftmals plagte sie ein schlechtes Gewissen, wenn sie solche Gedanken hatte, aber wie sehr sie es auch drehte und wendete, am Ende dachte sie immer: „Es war ein Fehler.“ Karl kam im Herbst auf die Welt. Draußen war es noch richtig warm und als sie ihn das erste Mal im Arm hielt hat er auf ihr neues hellblaues Lieblingsshirt gespuckt. Den Fleck hat sie nie wieder herausbekommen. Es sollte nicht das einzige ruinierte Kleidungsstück bleiben. Wenn Menschen sagen, dass Babys Geld kosten, dann denkt Otto-Normal-Verbraucher, dass damit die Windeln, der überdimenionale Bär aus Stoff und das Essen gemeint sind. Daniela aber kannte den wahren Grund der hohen Kosten: Babys machen alles kaputt oder dreckig.
Geld war nur ein Faktor der schmerzte. Viel schlimmer aber war, dass Babys und Kinder einem das eigene Leben wegnehmen. Kein Kaffee und Kuchen mehr mit Freunden, denn das Baby hat schneller seiner Finger, welche er vorher in der Nase oder wahlweise Mund hatte, in den guten Kuchen gesteckt. „Ach wie süüüüß!“ sagen dann die Freunde. „Bäh! Widerlich!“ denkt Daniela.
Viel lieber würde sie samstags abends tanzen gehen und Bier trinken, aber nein, sonntags muss sie fit sein. Einmal war sie doch ausgegangen und hatte Bier getrunken, sonntags sagte Ben, Karls Vater dann mit strafendem Blick: „Du hast eine Verantwortung gegenüber dem Kind!“.
Ihr fehlte das Bier.
Kinder sind auch immer hungrig. Zumindest schreien sie immer und Daniela denkt, dass sie dann Hunger haben. Das mit dem Stillen hatte sie eh noch nie verstanden. Dicke aufgedunsene Brüste, an denen man die Adern sieht und die man in keinen BH mehr bekommt. Und zu allem Elend hängt da noch ein saugendes Baby dran. Sie fand das ja schon komisch, wenn ein Mann beim Sex daran saugt, aber ein Minderjähriger? Mit „friedlich“ hatte das für Daniela nichts zu tun. Stillen war nicht ihr Ding. Es blieb nur der Brei.
Karl war aber auch so unendlich langsam beim Essen. Ein Löffelchen Essen im Mund, drei wieder rausgespuckt , ein Löffelchen rein, drei raus...und nach dem fünften Löffelchen schmeckt ihm der Brei, den er seit Wochen isst, auf einmal nicht mehr. Karl lacht dann auch immer so hämisch, sie kann die Schadenfreude in seinen Augen erkennen. Daniela musste ihre Frustrationstoleranz schon mehrfach nach oben korrigieren. Sie müsste ihn doch lieben, oder zumindest gern haben.
„Es war ein Fehler“, wieder dieser Gedanke in Danielas Kopf. Vielleicht war es einfach zu früh, sie war noch jung. Sie hatte noch so viele Pläne für ihr Leben. Aber Ben redete auf sie ein, der Zeitpunkt sei gut, sie sei soweit. Ein Stück weit hat sie es für ihn gemacht. Klar, sie hatte auch Vorteile. In der Bahn bekam sie meistens einen Platz angeboten, wenn sie mit dem Kinderwagen einstieg. Da konnte sie sich wirklich nicht beschweren. Ab und zu schlief Karl auch, dann konnte sie sich auch ein wenig hinlegen oder mal ein Buch lesen. Aber meistens schrie Karl. Er schrie teilweise Stunden und sie konnte ihn dann nicht beruhigen. Sie wollte ihn auch irgendwann nicht mehr beruhigen. Am liebsten würde sie ihn in eine Ecke stellen, damit er dort vor sich weiter schreien konnte. Sie würde dann das Zimmer verlassen und die Tür zumachen, damit sie dieses Klingeln in den Ohren endlich aufhört.
Das Windelwechseln eklig, widerlich und nervig ist, das war selbst für Daniela vorher klar gewesen. Aber ihr fehlten die unterhaltsamen Sachen, von denen immer alle redeten. Unterhalten konnte man sich mit ihm erst in frühestens einem Jahr. Aber, dachte Daniela, über was willst du dich denn dann mit ihm unterhalten? Der Kerl hat doch außer dem Spongebob-Mobile weder etwas gesehen noch erlebt.
Manchmal schaute sie Ben neidisch an, der Karl immer mit einem Lächeln in den Arm nahm und immer zuerst ihn begrüßte und dann sie. Aber sie konnte ihm nicht sagen, dass sie Karl nicht mochte. Es würde ihm das Herz brechen und wahrscheinlich müsste sie das Haus verlassen und dürfte nie mehr wieder kommen.
Danielas Arme wurden schwer, Karl war eingeschlafen. Er schnarchte. „War ja klar, nicht mal ruhig schlafen kann er“ dachte sie sich. Sie musste mit Ben reden, sie musste ihm sagen, wie sie sich fühlte. Karl wird es auch bald bemerken. Auch wenn das bedeutete, dass sie ihr Leben künftig anders organisieren müsste. Daniela schnürte es die Kehle zu, sie musste etwas ändern. Jetzt. Sie wollte ihr Leben zurück. Jetzt!
Mit den Worten„Es war ein Fehler diesen verdammten Babysitterjob anzunehmen! Ich verkaufe lieber wieder T-Shirts im H&M...“ setze sie Karl einer überraschten Frau auf den Schoß und verließ die Arztpraxis.
Hirn einschalten
Von mizi am Apr 21, 2012 | In Unkategorisiert | Sende Feedback »
Jetzt habe ich an zwei aufeinander folgenden Tagen den Supermarkt verlassen und etwas vergessen mitzunehmen. Nicht so schlimm? Passiert Ihnen auch ab und zu? Tja, vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich beides nicht im Regal sondern nach dem Bezahlen auf dem Band liegen gelassen habe...Ich hab's ja - not