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		<title>Miri Zi</title>
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		<language>de-DE</language>
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		<ttl>60</ttl>
				<item>
			<title>Marathon</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/14/marathon</link>
			<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:23:19 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Und sonst so?!</category>			<guid isPermaLink="false">183@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Wochenlanges Training hat nichts gen&amp;#252;tzt, der Marathon hat seine Spuren hinterlassen:&lt;br /&gt;
-heisere Stimme vom Kreischen&lt;br /&gt;
- aufgeplatze H&amp;#228;nde vom Klatschen&lt;br /&gt;
- fast nen B&amp;#228;nderriss beim Stra&amp;#223;e &amp;#252;berqueren geholt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man sagt ja, nicht &amp;#252;bertreiben.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/14/marathon&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wochenlanges Training hat nichts gen&#252;tzt, der Marathon hat seine Spuren hinterlassen:<br />
-heisere Stimme vom Kreischen<br />
- aufgeplatze H&#228;nde vom Klatschen<br />
- fast nen B&#228;nderriss beim Stra&#223;e &#252;berqueren geholt</p>

<p>Man sagt ja, nicht &#252;bertreiben.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/14/marathon">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/14/marathon#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Leits&#228;tze</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/02/leitsaetze</link>
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 17:55:28 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Unkategorisiert</category>			<guid isPermaLink="false">182@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Habe jetzt zwei Leits&amp;#228;tze, nach denen ich nun mein gesamtes Leben ausrichten werde:&lt;br /&gt;
1. &lt;strong&gt;Jede&lt;/strong&gt; Entscheidung hat positive und negative Konsequenzen.&lt;br /&gt;
2. Man &lt;strong&gt;muss&lt;/strong&gt; Entscheidungen treffen.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/02/leitsaetze&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe jetzt zwei Leits&#228;tze, nach denen ich nun mein gesamtes Leben ausrichten werde:<br />
1. <strong>Jede</strong> Entscheidung hat positive und negative Konsequenzen.<br />
2. Man <strong>muss</strong> Entscheidungen treffen.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/02/leitsaetze">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/05/02/leitsaetze#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Schreiben Sie eine Kurzgeschichte die folgende Worte beinhaltet:</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/24/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-die-fo</link>
			<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 22:06:34 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Und sonst so?!</category>			<guid isPermaLink="false">181@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kuchen, Frustrationsgrenze, hungrig&lt;br /&gt;
Wartezimmer, B&amp;#228;r, beschweren&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daniela hatte es geahnt. Das Wartezimmer war bis auf den letzten Platz vollbesetzt. Also musste sie stehen. Und das hie&amp;#223;, sie musste weiterhin Karl auf dem Arm tragen, weil der Junge ja noch nicht sitzen konnte. Noch drei Monate w&amp;#252;rde es dauern, bis das Baby endlich von alleine sitzt. Ihr taten jetzt schon die Arme weh. Drei Monate w&amp;#252;rde sie dies nicht aushalten. Es machte auch kein im Zimmer Anstalten aufzustehen und ihr einen Platz anzubieten. Kein Wunder, die anderen hatten auch Babys und Kinder auf dem Scho&amp;#223; und sicherlich keine Lust ihre Anh&amp;#228;ngsel zu tragen.&lt;br /&gt;
&amp;#8222;Es war ein Fehler&amp;#8220; dachte sich Daniela.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oftmals plagte sie ein schlechtes Gewissen, wenn sie solche Gedanken hatte, aber wie sehr sie es auch drehte und wendete, am Ende dachte sie immer: &amp;#8222;Es war ein Fehler.&amp;#8220; Karl kam im Herbst auf die Welt. Drau&amp;#223;en war es noch richtig warm und als sie ihn das erste Mal im Arm hielt hat er auf ihr neues hellblaues Lieblingsshirt gespuckt. Den Fleck hat sie nie wieder herausbekommen. Es sollte nicht das einzige ruinierte Kleidungsst&amp;#252;ck bleiben. Wenn Menschen sagen, dass Babys Geld kosten, dann denkt Otto-Normal-Verbraucher, dass damit die Windeln, der &amp;#252;berdimenionale B&amp;#228;r aus Stoff und das Essen gemeint sind. Daniela aber kannte den wahren Grund der hohen Kosten: Babys machen alles kaputt oder dreckig. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Geld war nur ein Faktor der schmerzte. Viel schlimmer aber war, dass Babys und Kinder einem das eigene Leben wegnehmen. Kein Kaffee und Kuchen mehr mit Freunden, denn das Baby hat schneller seiner Finger, welche er vorher in der Nase oder wahlweise Mund hatte, in den guten Kuchen gesteckt. &amp;#8222;Ach wie s&amp;#252;&amp;#252;&amp;#252;&amp;#252;&amp;#223;!&amp;#8220; sagen dann die Freunde. &amp;#8222;B&amp;#228;h! Widerlich!&amp;#8220; denkt Daniela. &lt;br /&gt;
Viel lieber w&amp;#252;rde sie samstags abends tanzen gehen und Bier trinken, aber nein, sonntags muss sie fit sein. Einmal war sie doch ausgegangen und hatte Bier getrunken, sonntags sagte Ben, Karls Vater dann mit strafendem Blick: &amp;#8222;Du hast eine Verantwortung gegen&amp;#252;ber dem Kind!&amp;#8220;. &lt;br /&gt;
Ihr fehlte das Bier. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kinder sind auch immer hungrig. Zumindest schreien sie immer und Daniela denkt, dass sie dann Hunger haben. Das mit dem Stillen hatte sie eh noch nie verstanden. Dicke aufgedunsene Br&amp;#252;ste, an denen man die Adern sieht und die man in keinen BH mehr bekommt. Und zu allem Elend h&amp;#228;ngt da noch ein saugendes Baby dran. Sie fand das ja schon komisch, wenn ein Mann beim Sex daran saugt, aber ein Minderj&amp;#228;hriger? Mit &amp;#8222;friedlich&amp;#8220; hatte das f&amp;#252;r Daniela nichts zu tun. Stillen war nicht ihr Ding. Es blieb nur der Brei. &lt;br /&gt;
Karl war aber auch so unendlich langsam beim Essen. Ein L&amp;#246;ffelchen Essen im Mund, drei wieder rausgespuckt , ein L&amp;#246;ffelchen rein, drei raus...und nach dem f&amp;#252;nften L&amp;#246;ffelchen schmeckt ihm der Brei, den er seit Wochen isst, auf einmal nicht mehr. Karl lacht dann auch immer so h&amp;#228;misch, sie kann die Schadenfreude in seinen Augen erkennen. Daniela musste ihre Frustrationstoleranz schon mehrfach nach oben korrigieren. Sie m&amp;#252;sste ihn doch lieben, oder zumindest gern haben. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#8222;Es war ein Fehler&amp;#8220;, wieder dieser Gedanke in Danielas Kopf. Vielleicht war es einfach zu fr&amp;#252;h, sie war noch jung. Sie hatte noch so viele Pl&amp;#228;ne f&amp;#252;r ihr Leben. Aber Ben redete auf sie ein, der Zeitpunkt sei gut, sie sei soweit. Ein St&amp;#252;ck weit hat sie es f&amp;#252;r ihn gemacht. Klar, sie hatte auch Vorteile. In der Bahn bekam sie meistens einen Platz angeboten, wenn sie mit dem Kinderwagen einstieg. Da konnte sie sich wirklich nicht beschweren. Ab und zu schlief Karl auch, dann konnte sie sich auch ein wenig hinlegen oder mal ein Buch lesen. Aber meistens schrie Karl. Er schrie teilweise Stunden und sie konnte ihn dann nicht beruhigen. Sie wollte ihn auch irgendwann nicht mehr beruhigen. Am liebsten w&amp;#252;rde sie ihn in eine Ecke stellen, damit er dort vor sich weiter schreien konnte. Sie w&amp;#252;rde dann das Zimmer verlassen und die T&amp;#252;r zumachen, damit sie dieses Klingeln in den Ohren endlich aufh&amp;#246;rt. &lt;br /&gt;
Das Windelwechseln eklig, widerlich und nervig ist, das war selbst f&amp;#252;r Daniela vorher klar gewesen. Aber ihr fehlten die unterhaltsamen Sachen, von denen immer alle redeten. Unterhalten konnte man sich mit ihm erst in fr&amp;#252;hestens einem Jahr. Aber, dachte Daniela, &amp;#252;ber was willst du dich denn dann mit ihm unterhalten? Der Kerl hat doch au&amp;#223;er dem Spongebob-Mobile weder etwas gesehen noch erlebt. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Manchmal schaute sie Ben neidisch an, der Karl immer mit einem L&amp;#228;cheln in den Arm nahm und immer zuerst ihn begr&amp;#252;&amp;#223;te und dann sie. Aber sie konnte ihm nicht sagen, dass sie Karl nicht mochte. Es w&amp;#252;rde ihm das Herz brechen und wahrscheinlich m&amp;#252;sste sie das Haus verlassen und d&amp;#252;rfte nie mehr wieder kommen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Danielas Arme wurden schwer, Karl war eingeschlafen. Er schnarchte. &amp;#8222;War ja klar, nicht mal ruhig schlafen kann er&amp;#8220; dachte sie sich. Sie musste mit Ben reden, sie musste ihm sagen, wie sie sich f&amp;#252;hlte. Karl wird es auch bald bemerken. Auch wenn das bedeutete, dass sie ihr Leben k&amp;#252;nftig anders organisieren m&amp;#252;sste. Daniela schn&amp;#252;rte es die Kehle zu, sie musste etwas &amp;#228;ndern. Jetzt. Sie wollte ihr Leben zur&amp;#252;ck. Jetzt!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit den Worten&amp;#8222;Es war ein Fehler diesen verdammten Babysitterjob anzunehmen! Ich verkaufe lieber wieder T-Shirts im H&amp;amp;M...&amp;#8220; setze sie Karl einer &amp;#252;berraschten Frau auf den Scho&amp;#223; und verlie&amp;#223; die Arztpraxis.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/24/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-die-fo&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kuchen, Frustrationsgrenze, hungrig<br />
Wartezimmer, B&#228;r, beschweren<br />
</strong></p>

<p>Daniela hatte es geahnt. Das Wartezimmer war bis auf den letzten Platz vollbesetzt. Also musste sie stehen. Und das hie&#223;, sie musste weiterhin Karl auf dem Arm tragen, weil der Junge ja noch nicht sitzen konnte. Noch drei Monate w&#252;rde es dauern, bis das Baby endlich von alleine sitzt. Ihr taten jetzt schon die Arme weh. Drei Monate w&#252;rde sie dies nicht aushalten. Es machte auch kein im Zimmer Anstalten aufzustehen und ihr einen Platz anzubieten. Kein Wunder, die anderen hatten auch Babys und Kinder auf dem Scho&#223; und sicherlich keine Lust ihre Anh&#228;ngsel zu tragen.<br />
&#8222;Es war ein Fehler&#8220; dachte sich Daniela.</p>

<p>Oftmals plagte sie ein schlechtes Gewissen, wenn sie solche Gedanken hatte, aber wie sehr sie es auch drehte und wendete, am Ende dachte sie immer: &#8222;Es war ein Fehler.&#8220; Karl kam im Herbst auf die Welt. Drau&#223;en war es noch richtig warm und als sie ihn das erste Mal im Arm hielt hat er auf ihr neues hellblaues Lieblingsshirt gespuckt. Den Fleck hat sie nie wieder herausbekommen. Es sollte nicht das einzige ruinierte Kleidungsst&#252;ck bleiben. Wenn Menschen sagen, dass Babys Geld kosten, dann denkt Otto-Normal-Verbraucher, dass damit die Windeln, der &#252;berdimenionale B&#228;r aus Stoff und das Essen gemeint sind. Daniela aber kannte den wahren Grund der hohen Kosten: Babys machen alles kaputt oder dreckig. </p>

<p>Geld war nur ein Faktor der schmerzte. Viel schlimmer aber war, dass Babys und Kinder einem das eigene Leben wegnehmen. Kein Kaffee und Kuchen mehr mit Freunden, denn das Baby hat schneller seiner Finger, welche er vorher in der Nase oder wahlweise Mund hatte, in den guten Kuchen gesteckt. &#8222;Ach wie s&#252;&#252;&#252;&#252;&#223;!&#8220; sagen dann die Freunde. &#8222;B&#228;h! Widerlich!&#8220; denkt Daniela. <br />
Viel lieber w&#252;rde sie samstags abends tanzen gehen und Bier trinken, aber nein, sonntags muss sie fit sein. Einmal war sie doch ausgegangen und hatte Bier getrunken, sonntags sagte Ben, Karls Vater dann mit strafendem Blick: &#8222;Du hast eine Verantwortung gegen&#252;ber dem Kind!&#8220;. <br />
Ihr fehlte das Bier. </p>

<p>Kinder sind auch immer hungrig. Zumindest schreien sie immer und Daniela denkt, dass sie dann Hunger haben. Das mit dem Stillen hatte sie eh noch nie verstanden. Dicke aufgedunsene Br&#252;ste, an denen man die Adern sieht und die man in keinen BH mehr bekommt. Und zu allem Elend h&#228;ngt da noch ein saugendes Baby dran. Sie fand das ja schon komisch, wenn ein Mann beim Sex daran saugt, aber ein Minderj&#228;hriger? Mit &#8222;friedlich&#8220; hatte das f&#252;r Daniela nichts zu tun. Stillen war nicht ihr Ding. Es blieb nur der Brei. <br />
Karl war aber auch so unendlich langsam beim Essen. Ein L&#246;ffelchen Essen im Mund, drei wieder rausgespuckt , ein L&#246;ffelchen rein, drei raus...und nach dem f&#252;nften L&#246;ffelchen schmeckt ihm der Brei, den er seit Wochen isst, auf einmal nicht mehr. Karl lacht dann auch immer so h&#228;misch, sie kann die Schadenfreude in seinen Augen erkennen. Daniela musste ihre Frustrationstoleranz schon mehrfach nach oben korrigieren. Sie m&#252;sste ihn doch lieben, oder zumindest gern haben. </p>

<p>&#8222;Es war ein Fehler&#8220;, wieder dieser Gedanke in Danielas Kopf. Vielleicht war es einfach zu fr&#252;h, sie war noch jung. Sie hatte noch so viele Pl&#228;ne f&#252;r ihr Leben. Aber Ben redete auf sie ein, der Zeitpunkt sei gut, sie sei soweit. Ein St&#252;ck weit hat sie es f&#252;r ihn gemacht. Klar, sie hatte auch Vorteile. In der Bahn bekam sie meistens einen Platz angeboten, wenn sie mit dem Kinderwagen einstieg. Da konnte sie sich wirklich nicht beschweren. Ab und zu schlief Karl auch, dann konnte sie sich auch ein wenig hinlegen oder mal ein Buch lesen. Aber meistens schrie Karl. Er schrie teilweise Stunden und sie konnte ihn dann nicht beruhigen. Sie wollte ihn auch irgendwann nicht mehr beruhigen. Am liebsten w&#252;rde sie ihn in eine Ecke stellen, damit er dort vor sich weiter schreien konnte. Sie w&#252;rde dann das Zimmer verlassen und die T&#252;r zumachen, damit sie dieses Klingeln in den Ohren endlich aufh&#246;rt. <br />
Das Windelwechseln eklig, widerlich und nervig ist, das war selbst f&#252;r Daniela vorher klar gewesen. Aber ihr fehlten die unterhaltsamen Sachen, von denen immer alle redeten. Unterhalten konnte man sich mit ihm erst in fr&#252;hestens einem Jahr. Aber, dachte Daniela, &#252;ber was willst du dich denn dann mit ihm unterhalten? Der Kerl hat doch au&#223;er dem Spongebob-Mobile weder etwas gesehen noch erlebt. </p>

<p>Manchmal schaute sie Ben neidisch an, der Karl immer mit einem L&#228;cheln in den Arm nahm und immer zuerst ihn begr&#252;&#223;te und dann sie. Aber sie konnte ihm nicht sagen, dass sie Karl nicht mochte. Es w&#252;rde ihm das Herz brechen und wahrscheinlich m&#252;sste sie das Haus verlassen und d&#252;rfte nie mehr wieder kommen. </p>

<p>Danielas Arme wurden schwer, Karl war eingeschlafen. Er schnarchte. &#8222;War ja klar, nicht mal ruhig schlafen kann er&#8220; dachte sie sich. Sie musste mit Ben reden, sie musste ihm sagen, wie sie sich f&#252;hlte. Karl wird es auch bald bemerken. Auch wenn das bedeutete, dass sie ihr Leben k&#252;nftig anders organisieren m&#252;sste. Daniela schn&#252;rte es die Kehle zu, sie musste etwas &#228;ndern. Jetzt. Sie wollte ihr Leben zur&#252;ck. Jetzt!</p>

<p>Mit den Worten&#8222;Es war ein Fehler diesen verdammten Babysitterjob anzunehmen! Ich verkaufe lieber wieder T-Shirts im H&amp;M...&#8220; setze sie Karl einer &#252;berraschten Frau auf den Scho&#223; und verlie&#223; die Arztpraxis.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/24/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-die-fo">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/24/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-die-fo#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Hirn einschalten</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/21/hirn-einschalten</link>
			<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 18:55:19 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Unkategorisiert</category>			<guid isPermaLink="false">180@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Jetzt habe ich an zwei aufeinander folgenden Tagen den Supermarkt verlassen und etwas vergessen mitzunehmen. Nicht so schlimm? Passiert Ihnen auch ab und zu? Tja, vielleicht sollte ich erw&amp;#228;hnen, dass ich beides nicht im Regal sondern &lt;strong&gt;nach&lt;/strong&gt; dem Bezahlen auf dem Band liegen gelassen habe...Ich hab's ja - not&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/21/hirn-einschalten&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt habe ich an zwei aufeinander folgenden Tagen den Supermarkt verlassen und etwas vergessen mitzunehmen. Nicht so schlimm? Passiert Ihnen auch ab und zu? Tja, vielleicht sollte ich erw&#228;hnen, dass ich beides nicht im Regal sondern <strong>nach</strong> dem Bezahlen auf dem Band liegen gelassen habe...Ich hab's ja - not</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/21/hirn-einschalten">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/21/hirn-einschalten#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Miri im Schlaraffenland</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/18/miri-im-schlaraffenland</link>
			<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 14:22:06 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Und sonst so?!</category>			<guid isPermaLink="false">179@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Ui...&lt;/p&gt;

&lt;div class &quot;image_block&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://mirizi.kleffi.de/media/users/mizi/miri mm klein.JPG&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;602&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/18/miri-im-schlaraffenland&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ui...</p>

<div class "image_block"><img src="http://mirizi.kleffi.de/media/users/mizi/miri mm klein.JPG" alt="" title="" width="400" height="602" /></div><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/18/miri-im-schlaraffenland">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/18/miri-im-schlaraffenland#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Schreiben Sie eine Kurzgeschichte basierend auf sechs Worten:</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/09/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-basier</link>
			<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 19:37:01 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Unkategorisiert</category>			<guid isPermaLink="false">178@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Worte: franz&amp;#246;sisch, Schuhe, D&amp;#246;nerteller, Sturzflug, Autobahn, zerschlagen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#8222;Ob das die richtigen Schuhe daf&amp;#252;r sind?&amp;#8220; fragte er sich. Was f&amp;#252;r eine bescheuerte Frage. Es war v&amp;#246;llig gleichg&amp;#252;ltig, welche Schuhe er anhatte. Das war nur das bohrende Gewissen seiner Gro&amp;#223;mutter, die ihm immer erkl&amp;#228;rt hatte, dass man immer saubere Unterw&amp;#228;sche dabei haben sollte, falls man ins Krankenhaus eingeliefert wird und die &amp;#196;rzte einem dann die Hose zerschneiden m&amp;#252;ssen. Man stelle sich nur die entsetzen Gesichter vor, wenn die operierenden &amp;#196;rzte zwischen all dem Blut, den zerschmetterten Knochen und den Eingeweiden seine Boxershorts mit Kleebl&amp;#228;ttern sehen w&amp;#252;rden. Der Ekel w&amp;#252;rde ihnen das Essen vom Vortag aus dem Magen ziehen.  &lt;br /&gt;
Er musste lachen. Stimmt, er hatte heute wirklich die Boxershorts mit den Kleebl&amp;#228;ttern an. Wie ironisch. Aber die Schuhe...es ging hier ja nicht nur um modische Aspekte, sondern auch die Bewegungsfreiheit in ihnen. Was aber sind die richtigen Schuhe f&amp;#252;r den Absprung?&lt;br /&gt;
Seine Oma hatte ihm nie erz&amp;#228;hlt, welche Schuhe man tragen sollte, wenn man einen Sturzflug auf die Autobahn plant. &lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Ob das allen Selbstm&amp;#246;rdern so geht? Machen sich alle kurz vorher diese total sinnlosen Gedanken &amp;#252;ber ihr Schuhwerk oder ihre Unterw&amp;#228;sche? Was um Himmels Willen soll man denn auch denken? Es war ein Fehler nicht gleich loszuspringen. Wieso war er nur so dumm gewesen, hier noch stehen zu bleiben und zu z&amp;#246;gern. Gef&amp;#252;hlt stand er schon drei Stunden hier. Wahrscheinlich waren es nicht einmal drei Minuten. &lt;br /&gt;
Ruhig schaute er auf die leere Stra&amp;#223;e unter sich. Im Schein der Laternen konnte er den Waldrand sehen, der mit allerelei M&amp;#252;ll umrahmt wurde. Autos fuhren kaum noch welche. Wen wundert es auch, an einem Dienstag um 3Uhr nachts. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gab keine Sekunde des Zweifels an seinem Entschluss. Er stand nicht am Br&amp;#252;ckengel&amp;#228;nder, weil er nicht sterben wollte. Oh, und wie er sterben wollte. Es war eher die Frage, was er in den letzten Minuten seines Lebens noch denken wollte. &lt;br /&gt;
Vielleicht h&amp;#228;tte er einfach noch drei Schn&amp;#228;pse oder besser noch drei Flaschen Schnaps trinken sollen. Jetzt war es zu sp&amp;#228;t. Nach 22Uhr konnte man hier keinen Alkohol mehr kaufen und er wollte nicht mehr heimfahren, nur um sich einen reinzul&amp;#246;ten kurz bevor er auf der Autobahn zerschlug. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zerschl&amp;#228;gt man? Geht das &amp;#252;berhaupt? Oder ist das eher ein Zerplatzen? Zerrei&amp;#223;en? Zusammenstampfen? Zermatschen? Irgendwas mit &amp;#8222;Z&amp;#8220; muss es sein. Mit W&amp;#246;rtern hatte er es noch nie so. Schon im Franz&amp;#246;sischunterricht stand unter seinen Klausuren: &amp;#8222;Dein Franz&amp;#246;sisch ist so gut wie dein deutsch&amp;#8220; und in Deutsch hatte er eine vier. Schei&amp;#223; auf Franz&amp;#246;sisch. Schei&amp;#223; auf das verfluchte Schreiben und das Lesen. Das brauchte er jetzt nicht mehr. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht an eine Liebe? Ja, w&amp;#228;re es nicht sch&amp;#246;n, wenn er nochmal an etwas Sch&amp;#246;nes denkt? Besser nicht, am Ende w&amp;#252;rde er doch noch etwas finden, was ihn wortw&amp;#246;rtlich am Leben h&amp;#228;lt. Unbewusst versuchte er an etwas Sch&amp;#246;nes zu denken. Denn immer an das, an das man nicht denken soll, denkt man ja unweigerlich. Aber so lange er auch nachdachte, es fiel ihm nichts ein. Was nicht verwunderlich ist, denn warum sollte er sich denn sonst umbringen, wenn es doch noch etwas Sch&amp;#246;nes gibt, f&amp;#252;r dass es sich zu leben lohnt. Er strengte sich unheimlich an, aber es fiel ihm bei Gott nichts ein. &lt;br /&gt;
Doch! Moment! D&amp;#246;nerteller! D&amp;#246;nerteller ist was sehr Sch&amp;#246;nes. Bei Abdul f&amp;#252;r &amp;#8364;6,50 inklusive Getr&amp;#228;nk. Das war echt ein super Angebot. Die So&amp;#223;e schmeckt immer frisch und die Pommes sind nicht zu labbrig und nicht zu kross. Aber mal ehrlich? Sollte er nur wegen einem D&amp;#246;nerteller am Leben bleiben. Ganz bestimmt nicht. Wenn es einen Himmel gibt, dann ist das mindeste, was sie dort haben ja wohl ein D&amp;#246;nerteller. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verdammte Schei&amp;#223;e! Mit fast 30 Jahren ist das Beste an das er sich kurz vor seinem Tod erinnern kann, ein verschissener D&amp;#246;nerteller! Traurig, armselig, bemitleidenswert. Und dann auch noch diese bl&amp;#246;de Idee mit der Autobahn. Jemand wird &amp;#252;ber ihn dr&amp;#252;ber fahren, er wird aussehen wie Humus, wenn ihn die Sanit&amp;#228;ter von der Stra&amp;#223;e kratzen. Ihm kann das ja egal sein. Aber wie sieht das dann im Sarg aus? Wie rekonstruiert man menschlichen Matsch?&lt;br /&gt;
Klar, er k&amp;#246;nnte auch verbrannt werden. Aber, bl&amp;#246;d war er ja nicht. Er hatte nichts hinterlassen, als einen kleinen Zettel auf dem stand: &amp;#8222;Verbrennt mich ja nicht. Ich will einen Sarg.&amp;#8220;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das war irgendwie ein sch&amp;#246;ner, fast beruhigender Gedanke. Die Menschheit, die ihn wie Abschaum behandelt hat, die gesagt hat &amp;#8222;du bist den Dreck unter meinen Fingern&amp;#228;geln nicht wert&amp;#8220;, die d&amp;#252;rfen ihn jetzt wie ein Puzzle zusammen setzen. Die m&amp;#252;ssen sich Stunden, vielleicht sogar Tage mit ihm besch&amp;#228;ftigen. Er l&amp;#228;chelte beim Gedanken daran, dass irgendwelche Medizinstudenten &amp;#252;ber seinen Eingeweiden und Knochen sa&amp;#223;en: &amp;#8222;Ist das ein Oberschenkel? - Nein, da fehlt ein St&amp;#252;ck, dass ist das Schienbein.&amp;#8220;. Arschl&amp;#246;cher. Zu bl&amp;#246;d, einen Oberschenkel von einem Schienbein zu unterscheiden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er wird nur ein R&amp;#228;tsel zur&amp;#252;cklassen. Schon seit Monaten hatte er sich bem&amp;#252;ht, keine depressiven Phasen durchscheinen  zulassen. Gelacht und gel&amp;#228;chelt hat er, ging auf Partys, trank Bier, ja lud sogar M&amp;#228;dchen ins Kino ein. Gestern noch hat er einen Bausparvertrag abgeschlossen. Niemand wird verstehen, warum er das getan hat. Es wird sie alle viel h&amp;#228;rter treffen, als ihn gleich der Asphalt. &lt;br /&gt;
Die Arschgeigen, die nicht im Stande waren, hinter die Kulissen zu sehen. Die die Zeichen nicht deuten konnten, aber sich &amp;#8222;Freunde&amp;#8220; schimpften. Die sind ihm nicht eingefallen, als er an was Gutes denken wollte. &amp;#8222;D&amp;#246;nerteller&amp;#8220; ist ihm eingefallen. An jedem D&amp;#246;nerteller hatte er mehr Freude als an diesen Wichsern. Verdammt, keiner von denen hat etwas gemerkt. Dabei ist das doch die Aufgabe von Freunden, zu merken, wenn es jemandem nicht gut geht. Auch wenn er es nicht zeigt. Er h&amp;#228;tte es bei jedem gemerkt. Aber diesen geleckten Typen geht es ja nie schlecht. Das gr&amp;#246;&amp;#223;te Problem ist f&amp;#252;r die ja nur, wenn das Smartphone nen Wackelkontakt hat. Die werden auf der Beerdigung noch ihre fucking Handy anhaben und es auf Facebook posten. &amp;#8222;Torben ist gerade hier: auf der Beerdigung von Christoph mit Daniel&amp;#8220; und dann noch ein trauriges Smily dahinter. &lt;br /&gt;
Er h&amp;#228;tte mehr auf den Zettel schreiben sollen, nicht nur die Sargsache. Auch &amp;#8222;keine Handys auf meiner Beerdigung!&amp;#8220; Und die bl&amp;#246;de Sau Lara braucht gar nicht erst auftauchen. Keinen Schritt d&amp;#252;rfte sie in seine Richtung machen. &amp;#8222;Keine Lara auf der Beerdigung&amp;#8220;!&lt;br /&gt;
Doch, sie soll ruhig kommen, sie soll ihn sehen. Sie sollte seinen Matschk&amp;#246;rper im offenen Sarg begutachten. &amp;#8222;Ich will einen OFFENEN Sarg und ihr m&amp;#252;sst mich alle anschauen&amp;#8220; DAS h&amp;#228;tte er schreiben sollen. &lt;br /&gt;
&amp;#8222;Fickt euch, auf den D&amp;#246;nerteller kann ich verzichten&amp;#8220;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenigstens seine Oma h&amp;#228;tte einen Trost: Boxershorts mit den Kleebl&amp;#228;ttern war frisch gewaschen.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/09/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-basier&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Worte: franz&#246;sisch, Schuhe, D&#246;nerteller, Sturzflug, Autobahn, zerschlagen</strong></p>

<p>&#8222;Ob das die richtigen Schuhe daf&#252;r sind?&#8220; fragte er sich. Was f&#252;r eine bescheuerte Frage. Es war v&#246;llig gleichg&#252;ltig, welche Schuhe er anhatte. Das war nur das bohrende Gewissen seiner Gro&#223;mutter, die ihm immer erkl&#228;rt hatte, dass man immer saubere Unterw&#228;sche dabei haben sollte, falls man ins Krankenhaus eingeliefert wird und die &#196;rzte einem dann die Hose zerschneiden m&#252;ssen. Man stelle sich nur die entsetzen Gesichter vor, wenn die operierenden &#196;rzte zwischen all dem Blut, den zerschmetterten Knochen und den Eingeweiden seine Boxershorts mit Kleebl&#228;ttern sehen w&#252;rden. Der Ekel w&#252;rde ihnen das Essen vom Vortag aus dem Magen ziehen.  <br />
Er musste lachen. Stimmt, er hatte heute wirklich die Boxershorts mit den Kleebl&#228;ttern an. Wie ironisch. Aber die Schuhe...es ging hier ja nicht nur um modische Aspekte, sondern auch die Bewegungsfreiheit in ihnen. Was aber sind die richtigen Schuhe f&#252;r den Absprung?<br />
Seine Oma hatte ihm nie erz&#228;hlt, welche Schuhe man tragen sollte, wenn man einen Sturzflug auf die Autobahn plant. </p>


<p>Ob das allen Selbstm&#246;rdern so geht? Machen sich alle kurz vorher diese total sinnlosen Gedanken &#252;ber ihr Schuhwerk oder ihre Unterw&#228;sche? Was um Himmels Willen soll man denn auch denken? Es war ein Fehler nicht gleich loszuspringen. Wieso war er nur so dumm gewesen, hier noch stehen zu bleiben und zu z&#246;gern. Gef&#252;hlt stand er schon drei Stunden hier. Wahrscheinlich waren es nicht einmal drei Minuten. <br />
Ruhig schaute er auf die leere Stra&#223;e unter sich. Im Schein der Laternen konnte er den Waldrand sehen, der mit allerelei M&#252;ll umrahmt wurde. Autos fuhren kaum noch welche. Wen wundert es auch, an einem Dienstag um 3Uhr nachts. </p>

<p>Es gab keine Sekunde des Zweifels an seinem Entschluss. Er stand nicht am Br&#252;ckengel&#228;nder, weil er nicht sterben wollte. Oh, und wie er sterben wollte. Es war eher die Frage, was er in den letzten Minuten seines Lebens noch denken wollte. <br />
Vielleicht h&#228;tte er einfach noch drei Schn&#228;pse oder besser noch drei Flaschen Schnaps trinken sollen. Jetzt war es zu sp&#228;t. Nach 22Uhr konnte man hier keinen Alkohol mehr kaufen und er wollte nicht mehr heimfahren, nur um sich einen reinzul&#246;ten kurz bevor er auf der Autobahn zerschlug. </p>

<p>Zerschl&#228;gt man? Geht das &#252;berhaupt? Oder ist das eher ein Zerplatzen? Zerrei&#223;en? Zusammenstampfen? Zermatschen? Irgendwas mit &#8222;Z&#8220; muss es sein. Mit W&#246;rtern hatte er es noch nie so. Schon im Franz&#246;sischunterricht stand unter seinen Klausuren: &#8222;Dein Franz&#246;sisch ist so gut wie dein deutsch&#8220; und in Deutsch hatte er eine vier. Schei&#223; auf Franz&#246;sisch. Schei&#223; auf das verfluchte Schreiben und das Lesen. Das brauchte er jetzt nicht mehr. </p>

<p>Vielleicht an eine Liebe? Ja, w&#228;re es nicht sch&#246;n, wenn er nochmal an etwas Sch&#246;nes denkt? Besser nicht, am Ende w&#252;rde er doch noch etwas finden, was ihn wortw&#246;rtlich am Leben h&#228;lt. Unbewusst versuchte er an etwas Sch&#246;nes zu denken. Denn immer an das, an das man nicht denken soll, denkt man ja unweigerlich. Aber so lange er auch nachdachte, es fiel ihm nichts ein. Was nicht verwunderlich ist, denn warum sollte er sich denn sonst umbringen, wenn es doch noch etwas Sch&#246;nes gibt, f&#252;r dass es sich zu leben lohnt. Er strengte sich unheimlich an, aber es fiel ihm bei Gott nichts ein. <br />
Doch! Moment! D&#246;nerteller! D&#246;nerteller ist was sehr Sch&#246;nes. Bei Abdul f&#252;r &#8364;6,50 inklusive Getr&#228;nk. Das war echt ein super Angebot. Die So&#223;e schmeckt immer frisch und die Pommes sind nicht zu labbrig und nicht zu kross. Aber mal ehrlich? Sollte er nur wegen einem D&#246;nerteller am Leben bleiben. Ganz bestimmt nicht. Wenn es einen Himmel gibt, dann ist das mindeste, was sie dort haben ja wohl ein D&#246;nerteller. </p>

<p>Verdammte Schei&#223;e! Mit fast 30 Jahren ist das Beste an das er sich kurz vor seinem Tod erinnern kann, ein verschissener D&#246;nerteller! Traurig, armselig, bemitleidenswert. Und dann auch noch diese bl&#246;de Idee mit der Autobahn. Jemand wird &#252;ber ihn dr&#252;ber fahren, er wird aussehen wie Humus, wenn ihn die Sanit&#228;ter von der Stra&#223;e kratzen. Ihm kann das ja egal sein. Aber wie sieht das dann im Sarg aus? Wie rekonstruiert man menschlichen Matsch?<br />
Klar, er k&#246;nnte auch verbrannt werden. Aber, bl&#246;d war er ja nicht. Er hatte nichts hinterlassen, als einen kleinen Zettel auf dem stand: &#8222;Verbrennt mich ja nicht. Ich will einen Sarg.&#8220;</p>

<p>Das war irgendwie ein sch&#246;ner, fast beruhigender Gedanke. Die Menschheit, die ihn wie Abschaum behandelt hat, die gesagt hat &#8222;du bist den Dreck unter meinen Fingern&#228;geln nicht wert&#8220;, die d&#252;rfen ihn jetzt wie ein Puzzle zusammen setzen. Die m&#252;ssen sich Stunden, vielleicht sogar Tage mit ihm besch&#228;ftigen. Er l&#228;chelte beim Gedanken daran, dass irgendwelche Medizinstudenten &#252;ber seinen Eingeweiden und Knochen sa&#223;en: &#8222;Ist das ein Oberschenkel? - Nein, da fehlt ein St&#252;ck, dass ist das Schienbein.&#8220;. Arschl&#246;cher. Zu bl&#246;d, einen Oberschenkel von einem Schienbein zu unterscheiden. </p>

<p>Er wird nur ein R&#228;tsel zur&#252;cklassen. Schon seit Monaten hatte er sich bem&#252;ht, keine depressiven Phasen durchscheinen  zulassen. Gelacht und gel&#228;chelt hat er, ging auf Partys, trank Bier, ja lud sogar M&#228;dchen ins Kino ein. Gestern noch hat er einen Bausparvertrag abgeschlossen. Niemand wird verstehen, warum er das getan hat. Es wird sie alle viel h&#228;rter treffen, als ihn gleich der Asphalt. <br />
Die Arschgeigen, die nicht im Stande waren, hinter die Kulissen zu sehen. Die die Zeichen nicht deuten konnten, aber sich &#8222;Freunde&#8220; schimpften. Die sind ihm nicht eingefallen, als er an was Gutes denken wollte. &#8222;D&#246;nerteller&#8220; ist ihm eingefallen. An jedem D&#246;nerteller hatte er mehr Freude als an diesen Wichsern. Verdammt, keiner von denen hat etwas gemerkt. Dabei ist das doch die Aufgabe von Freunden, zu merken, wenn es jemandem nicht gut geht. Auch wenn er es nicht zeigt. Er h&#228;tte es bei jedem gemerkt. Aber diesen geleckten Typen geht es ja nie schlecht. Das gr&#246;&#223;te Problem ist f&#252;r die ja nur, wenn das Smartphone nen Wackelkontakt hat. Die werden auf der Beerdigung noch ihre fucking Handy anhaben und es auf Facebook posten. &#8222;Torben ist gerade hier: auf der Beerdigung von Christoph mit Daniel&#8220; und dann noch ein trauriges Smily dahinter. <br />
Er h&#228;tte mehr auf den Zettel schreiben sollen, nicht nur die Sargsache. Auch &#8222;keine Handys auf meiner Beerdigung!&#8220; Und die bl&#246;de Sau Lara braucht gar nicht erst auftauchen. Keinen Schritt d&#252;rfte sie in seine Richtung machen. &#8222;Keine Lara auf der Beerdigung&#8220;!<br />
Doch, sie soll ruhig kommen, sie soll ihn sehen. Sie sollte seinen Matschk&#246;rper im offenen Sarg begutachten. &#8222;Ich will einen OFFENEN Sarg und ihr m&#252;sst mich alle anschauen&#8220; DAS h&#228;tte er schreiben sollen. <br />
&#8222;Fickt euch, auf den D&#246;nerteller kann ich verzichten&#8220;.</p>

<p>Wenigstens seine Oma h&#228;tte einen Trost: Boxershorts mit den Kleebl&#228;ttern war frisch gewaschen.</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/09/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-basier">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
								<comments>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/09/schreiben-sie-eine-kurzgeschichte-basier#comments</comments>
		</item>
				<item>
			<title>Ich &#252;berleb's</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/08/ich-ueberleb-s</link>
			<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 20:13:10 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Und sonst so?!</category>			<guid isPermaLink="false">177@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Man sagt ja, dass Frauen eher trauern am Ende einer Beziehung, dass sie heulend &amp;#252;ber einer Sch&amp;#252;ssel Eis sitzen und nur noch Pickel statt Schminke ihr Gesicht zieren.&lt;br /&gt;
Bei mir ist das eher nicht so, ich putze dann z.B. gerne mal den K&amp;#252;hlschrank.&lt;br /&gt;
Oder ich singe das folgende Lied. &lt;br /&gt;
Aber hier in der Interpretation eines Mannes,denn auch die leiden am gebrochenen Herzen: &lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&quot;Wenn hier wer gestorben ist, dann ist klar, dass du das bist. Ich &amp;#252;berleb's&quot; - gro&amp;#223;artige deutsche &amp;#220;bersetzung!&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/08/ich-ueberleb-s&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sagt ja, dass Frauen eher trauern am Ende einer Beziehung, dass sie heulend &#252;ber einer Sch&#252;ssel Eis sitzen und nur noch Pickel statt Schminke ihr Gesicht zieren.<br />
Bei mir ist das eher nicht so, ich putze dann z.B. gerne mal den K&#252;hlschrank.<br />
Oder ich singe das folgende Lied. <br />
Aber hier in der Interpretation eines Mannes,denn auch die leiden am gebrochenen Herzen: </p>
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<p>"Wenn hier wer gestorben ist, dann ist klar, dass du das bist. Ich &#252;berleb's" - gro&#223;artige deutsche &#220;bersetzung!</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/04/08/ich-ueberleb-s">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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				<item>
			<title>Kommentare erw&#252;nscht</title>
			<link>http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/03/28/kommentare-erwuenscht</link>
			<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 20:53:13 +0000</pubDate>			<dc:creator>mizi</dc:creator>
			<category domain="main">Unkategorisiert</category>			<guid isPermaLink="false">176@http://mirizi.kleffi.de/</guid>
						<description>&lt;p&gt;Nach einiger Abstinenz habe ich wieder die Kommentarfunktion aktiviert. Ich glaube es jedenfalls. Es war so ein komischer Button. Ach, ich versteh das ja immer nicht. Jedenfalls hoffe ich, nicht wieder 2343428678 Spamkommentare am Tag zu bekommen, sondern auf eure Meinungen!&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;item_footer&quot;&gt;&lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href=&quot;http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/03/28/kommentare-erwuenscht&quot;&gt;Original post&lt;/a&gt; blogged on &lt;a href=&quot;http://b2evolution.net/&quot;&gt;b2evolution&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einiger Abstinenz habe ich wieder die Kommentarfunktion aktiviert. Ich glaube es jedenfalls. Es war so ein komischer Button. Ach, ich versteh das ja immer nicht. Jedenfalls hoffe ich, nicht wieder 2343428678 Spamkommentare am Tag zu bekommen, sondern auf eure Meinungen!</p><div class="item_footer"><p><small><a href="http://mirizi.kleffi.de/index.php/2012/03/28/kommentare-erwuenscht">Original post</a> blogged on <a href="http://b2evolution.net/">b2evolution</a>.</small></p></div>]]></content:encoded>
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